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09.09.2010 01:39:05 Uhr
Überschrift: Presse-Information
Magdeburg, 25. März 2010

Zehn Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt fahren zum Bundeswettbewerb Jugend forscht nach Essen


Zehn junge Forscherinnen und Forscher haben beim Landeswettbewerb Jugend forscht die ersehnte Fahrkarte zum Bundeswettbewerb erhalten. Nur die Erstplatzierten der sieben Fachgebiete des Landeswettbewerbs können von der Jury zum Bundeswettbewerb, der in diesem Jahr vom 13. bis 16. Mai in Essen stattfindet, delegiert werden. 55 Teilnehmer aus ganz Sachsen-Anhalt hatten sich zum diesjährigen Landeswettbewerb Jugend forscht vom 24.-25. März in Magdeburg qualifiziert. In 33 Projekten zeigten sie die Umsetzung ihrer Ideen und Forschungen. Der Landeswettbewerb, der vom Energieunternehmen E.ON Avacon ausgerichtet wird, fand dieses Jahr bereits zum dritten Mal im Fraunhofer Institut in Magdeburg statt.

 

"Entdecke neue Welten!" unter diesem Motto nahmen insgesamt 224 Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt an Deutschlands bekanntestem naturwissenschaftlichem Wettbewerb teil. In den vorangegangenen drei Regionalwettbewerben, die in Stendal, Greppin und Halle stattfanden, wurden die Sieger der Fachgebiete für die Teilnahme am Landeswettbewerb nominiert. Der Wettbewerb unterteilt sich in sieben Kategorien: Biologie, Technik, Arbeitswelt, Chemie, Geo-und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik und Physik.

 

Die Sieger der Regionalwettbewerbe kommen aus 27 Schulen sowie den Ausbildungseinrichtungen von E.ON Avacon und dem Technologie- und Gründerzentrum Bitterfeld-Wolfen. Der Wettbewerb "Jugend forscht - Schüler experimentieren" hat bei E.ON Avacon bereits Tradition. Schon seit 1995 ist der Energiedienstleister durch das Vorgängerunternehmen EVM Pate von Jugend forscht, zunächst beim Regionalwettbewerb, seit den letzten beiden Jahren für den Landeswettbewerb. "Mit unserem Engagement bei Jugend forscht möchten wir begabte und interessierte Jugendliche frühzeitig in ihrem Interesse an Naturwissenschaften bestärken und ihre Leistungen anerkennen", sagte Kristina Wedde, Landespatenbeauftragte von E.ON Avacon. Die Sieger des Landeswettbewerbs Sachsen-Anhalt wurden am Donnerstag in einer Feierstunde von Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz und Kristina Wedde von E.ON Avacon ausgezeichnet.

 

Im Fachgebiet Arbeitswelt errangen zwei Auszubildende von E.ON Avacon den Sieg und damit den Einzug ins Bundesfinale. Franz Lange (20) und Wilhelm Guber (20) befassten sich mit der Frage wie die Körperhaltung von Parkinson-Patienten mithilfe eines Beugungsmelders verbessert werden kann und entwickelten eine entsprechende Trainingshilfe.

 

Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften wurden Felix Behrendt und Felix Geyer (beide 17 Jahre) vom Georg-Kantor-Gymnasium Halle Landessieger. In ihrem Projekt erstellten die Schüler eine webbasierte, interaktive Karte für die Sportstätten der Stadt Halle.

 

Der sechzehnjährige Jan Sebastian Götte von der Landesschule Pforta in Bad Kösen hatte sich mit seinem Projekt zum Ziel gesetzt, unzuverlässige oder gefälschte Forschungsergebnisse in wissenschaftlichen Arbeiten unkompliziert zu erkennen. 

Im Fachgebiet Mathematik/Informatik belegte er damit den ersten Platz.

 

Im Fachgebiet Physik war ebenfalls ein Schüler der Landesschule Pforta erfolgreich. Sein Projekt Schneller, besser, umweltfreundlicher? Der subjektive Faktor zum Kraftstoffsparen bei der Bahn bescherte Erwin Hilbrich (18) den Landessieg.

 

Der erste Platz im Fachgebiet Technik ging an zwei Schüler des Winckelmann-Gymnasiums Stendal. Vivian Zahn (16) und Patrick Günther (19) beschäftigten sich mit der Entwicklung eines Systems zur Vermeidung der Blendung durch Gegenlicht im Straßenverkehr. Dabei war Vivian Zahn keine Unbekannte. Im letzten Jahr erreichte sie mit ihrer Projektgruppe im Fachbereich Arbeitswelt den ersten Platz im Landeswettbewerb.

 

Die achtzehnjährige Anna Floriane Hennig machte für die Landesschule Pforta den dritten Landessieg perfekt. Im Fachgebiet Biologie untersuchte sie die Bestimmung von Metallothionein in menschlichen Lungenzellen und prüfte die Induzierbarkeit von Metallothionein durch Cadmium in normalen Lungenzellen und Lungentumorzellen.

 

Im Fachgebiet Chemie wurde in diesem Jahr kein erster Platz an ein Projekt vergeben. Zusätzlich zu den Fachgebieten wurde ein interdisziplinärer Preis vergeben, der ebenfalls zur Teilnahme am Bundeswettbewerb berechtigt. Jens Seeger vom Paul-Gerhardt-Gymnasium Gräfenhainichen konnte sich mit seinem Projekt Low Cost Voting System über den Sonderpreis freuen.

 

Das Jugend forscht Finale findet vom 13. bis 16. Mai 2010 in der Messe Essen statt. Die Sieger werden am Sonntag, dem 16. Mai 2010, um 10 Uhr in einer Feierstunde in der Essener Philharmonie geehrt.

 

Das Interesse am Nachwuchswettbewerb Jugend forscht und Schüler experimentieren ist bei jungen Leuten nach wie vor sehr hoch. Auch in der 45. Runde des Wettbewerbs konnten die Organisatoren hohe Anmeldezahlen verzeichnen. Unter dem Motto Entdecke neue Welten wurden in diesem Jahr bundesweit wieder über 10.000 Anmeldungen registriert.

 

Seit Anfang Februar traten die jungen Forscher in einem von 78 Regionalwettbewerben an. Auch Sachsen-Anhalts Zahlen waren im Trend. Mit 224 Anmeldungen und 130 Projekten lag die Beteiligung auf dem Niveau des Vorjahres. Sieben Schüler waren mit mehreren Projekten vertreten. In der Sparte Schüler experimentieren beteiligten sich 88 Teilnehmer. Die jüngste Forscherin aus Sachsen-Anhalt war neun Jahre alt, der älteste Teilnehmer 20 Jahre.

 

 

32-10

 

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